Rote Bank als Symbol gegen Gewalt in Zimmern aufgestellt
Symbol für ein gewaltfreies Miteinander
Vor dem Zimmerner Rathaus steht nun eine Rote Bank mit der Botschaft „Kein Platz für Gewalt“. Es ist die neunte Bank, die im Landkreis nach Rottweil (Kapuziner), Neufra, Neukirch, Villingendorf, Deißlingen, Kunststiftung Hauser, Duttenhofer Anlage und Zepfenhan aufgestellt wurde. Weitere Bänke am Leipniz-Gymnasium und in Göllsdorf folgen.
Die Initiative "Kein Platz für Gewalt" setzt mit der Aufstellung einer symbolträchtigen Roten Bank ein klares Zeichen gegen Gewalt in unserer Gesellschaft. Dieses wichtige Projekt wurde vom Verein "Frauen helfen Frauen + AUSWEGE e.V." ins Leben gerufen, der sich seit vielen Jahren engagiert für Betroffene von Gewalt einsetzt. "Gewalt hat viele Gesichter und ist nicht auf ein Geschlecht oder eine bestimmte Gruppe beschränkt", erklärt die Geschäftsleiterin von „Frauen helfen Frauen + AUSWEGE e. V.“, Dorothee Golm “Mit der Roten Bank möchten wir einen Ort der Besinnung schaffen und alle Menschen dazu aufrufen, sich aktiv gegen Gewalt auszusprechen und für diesen Gedanken einzustehen.”
Ein besonderer Dank gilt den Spenderinnen und Spendern, die die Realisierung dieses Projekts in Zimmern ermöglicht haben: die Gemeinde Zimmern o. R. vertreten durch Bürgermeisterin Carmen Merz sowie Zahnärztin Birgit Harder und der Zahnarzt Enno Sahbegovic. Ihr Engagement ist ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen Gewalt und für eine unterstützende Gemeinschaft. Die Rote Bank dient als sichtbares Mahnmal und als Gesprächsanlass im öffentlichen Raum. Ihre prominente Platzierung Rathaus wurde bewusst gewählt. Bürgermeisterin Carmen Merz, betont: "Dies ist ein toller Platz hier vor dem Rathaus, gut sichtbar, damit dieses wichtige Thema in die Gesellschaft getragen wird." Die Initiative "Kein Platz für Gewalt" steht für Respekt, Toleranz und den Schutz aller Menschen vor Übergriffen und Missbrauch.
Die Statistik des vergangenen Jahres unterstreicht die Dringlichkeit solcher Initiativen. Im Jahr 2025 führte der Verein "Frauen helfen Frauen + AUSWEGE e.V." insgesamt 425 Beratungen durch, wovon 182 Erstberatungen waren. Der Bereich AUSWEGE, der sich auf sexualisierte Gewalt und sexuellen Missbrauch konzentriert, verzeichnete zusätzlich 110 Beratungen, darunter 41 Erstberatungen. Die Tendenz ist steigend, was den hohen Bedarf an Unterstützung erklärt.
Der Verein "Frauen helfen Frauen + AUSWEGE e.V." lädt die Bevölkerung ein, sich der Botschaft anzuschließen und gemeinsam für eine Gesellschaft einzustehen, in der Gewalt keinen Platz hat. Mit den Roten Bänken will der Verein, der sich seit 1991 im Kreis Rottweil für von Gewalt Betroffene einsetzt zum einen auf die Probleme aufmerksam machen, aber auch direkt helfen: wer nämlich den QR-Code auf der Bank scannt, landet direkt auf der Webseite von FhF/AUSWEGE e.V..
Bild: (v.l.) Bürgermeisterin Carmen Merz, Birgit Harder (Zahnärztin), Enno Sahbegovic (Zahn-Domizil), Annemei Blessing-Leyhausen (Frauen helfen Frauen +Auswege), Dorothee Golm (Geschäftsleitung Frauen helfen Frauen + Auswege). (Bild: Schaber)